Mission

"Bali Aussteiger" porträtiert Menschen der westlichen Welt, die sich alternative Lebensmodelle suchen. Wir gehen der Frage nach, inwiefern wir heute eine Renaissance der Spiritualität in unserer von Unsicherheiten geprägten Welt erleben. Wir spüren Aussteiger auf, die den Drang und Mut hatten, ihr 9-17 Uhr Regime aufzugeben und ihre Heimat für das Ungewisse – für das, was das Leben noch sein kann – zu verlassen. War es ein Ereignis, ein Impuls, eine innere Stimme, die zum Neuanfang drängten?

Das Glück wartet auf Bali (erschienen in Yoga Aktuell)

Ubud ist eine kleine Stadt in den Bergen von Bali, die eine weltweite Yoga-und Slow Food-Welle angezogen hat.

Dort trafen wir den gebürtigen Balinesen Pat John, den Gründer und Geschäftsführer des Bio-Restaurants Soma“. Seine Rückkehr nach Bali erfolgte 2008 nach dem Börsenzusammenbruch an der Wall Street. Als Investment Banker in New York, hatte er seinen Job und alles Geld verloren. Seine Ehe war gescheitert. Von einem schweren Autounfall erholte er sich nur langsam. Nach vierunddreißig nervenaufreibenden Jahren als Bänker wusste er, „es ist an der Zeit für einen Neuanfang“. Angetrieben vom Spirit in Ubud erlangte er schließlich mit Meditation, Yoga und Umstellung seiner Ernährung auf Slow Food seine Kräfte zurück.

 

Emily Kuser, Managerin des „Bali Spirit Festivals“, ist Amerikanerin. Nach einem schweren Schicksalsschlag wollte sie ihre Lebenskarten neu mischen. Als Yoga-Lehrerin hörte sie immer wieder vom außergewöhnlichen Spirit in Ubud und der ausgeprägten Yoga-Szene dort. Ohne jemals in Bali gewesen zu sein, vertraute sie ihrer inneren Stimme: sie setzte alles auf eine Karte, veräußerte ihr Hab und Gut, kaufte ein Flugticket, packte ihre Sachen und zog 2008 nach Ubud. Nach ca. sieben Jahren ist sie nun hier angekommen und antwortet auf die Frage nach ihrer Glaubensrichtung „Jetzt würde ich sagen, Spiritualität ist meine Religion.“